wie kam ich zu "the genki kitchen"?


Als ich im Sommer 2013 nach längerer Pause wieder mit dem Laufen angefangen habe und mir zum Ziel gesetzt habe, ein 10 km-Rennen quasi aus dem Stand - ohne richtiges Training - zu bestreiten, hat alles angefangen. Die 10 Kilometer klappten ganz gut, ein paar Monate später war ein Halbmarathon dran und im Frühjahr 2014 wurde der erste Marathon (42,2 km) in gemütlichen 4:31 h absolviert.

 

Das Training machte mir Spaß, die Rennen motivierten mich und ich wollte mehr. Zufällig fiel mir ein Buch über einen Ultramarathonläufer - Scott Jurek - in die Hände, der als Veganer die krassesten Ultras über 100 Kilometer und mehr gewonnen hatte.

 

In seinem Buch sind auch immer wieder vegane Rezepte eingebaut, die ich interessehalber ausprobiert hatte. Es hörte sich vieles sehr lecker an und schmeckte zu meiner Überraschung auch so.

 

Bis dahin war ich bekennende und genüsslichste Fleisch(fr)esserin.

 

Aber wie konnte Scott Jurek so hart trainieren, all diese extremen Rennen gewinnen und nur von "Blättern und Steinen" leben?

 

Es gab nur eine Möglichkeit, das herauszufinden:

Ich musste im Eigenversuch dieses Experiment starten.

 

Am Silvesterabend 2014 meldete ich mich für meinen 2. Marathon auf Palma de Mallorca im März 2015 an (women's marathon mit Katherine Switzer als Schirmherrin, der ersten Frau, die dafür kämpfte und der es auch gelang, offiziell einen Marathon zu bestreiten).

Ab sofort würde ich 3 Monate auf diesen Marathon trainieren - genau nach dem selben Trainingsplan wie für meinen ersten Marathon. Dazu würde ich mich allerdings vegan ernähren.

 

Im Training ging es mir ausgezeichnet. Es dauerte zwar etwas, bis sich meine Verdauung auf das Grünfutter umgestellt hatte - offenbar passt sich die Darmflora und die darin enthaltenen Bakterien der zugeführten Nahrung an - aber ich hatte plötzlich viel mehr Kraft und Ausdauer. Nicht nur beim Laufen bemerkte ich die positiven Veränderungen, auch im Job hatte ich mehr Energie und Power. Ich war auch noch besser gelaunt, weil ich das Gefühl hatte, ich könnte alles schaffen.

 

Und so war es auch: Am 8. März 2015 lief ich auf Palma nach 04:15 h über die Ziellinie. Das waren also bei gleichem Trainingsplan 16 Minuten weniger als im Vorjahr! Ich konnte es kaum glauben und war zugegeben schon ein bisschen stolz auf mich.

 

... und weil sich für mich so viele positive Auswirkungen ergeben hatten, blieb ich einfach bei der veganen Ernährung. Der Herr Genki ist viel unterwegs, und freut sich deshalb immer, wenn er zu Hause "was G'scheites" zu essen bekommt.

 

Inzwischen haben wir für uns einen "genki"-Weg gefunden, uns zu ernähren. Wir essen zu 90 % vegan, also fast immer, wenn ich selbst koche, was ich einfach leidenschaftlich gern tue. Wenn wir auf Reisen sind und fremde Kulturen kennen lernen wollen, dann essen wir, was dort üblich und typisch ist - ob vegan oder nicht. 

 

Auch das ist "genki" - ein genussvolles bewusstes Leben, ohne strenges Dogma sondern mit Spaß im Umgang mit Essen und dem einen oder anderen soulfood-Happen.

 

Bei "the genki kitchen" steht definitiv der Genuss im Vordergrund, nicht der Verzicht!